Ziel:

  • Ein Ernährungssystem beschreibt woher Lebensmittel kommen, wie sie zum Verbraucher gelangen – und: wo dieses System möglicherweise instabil werden könnte bzw. wie es verbessert werden könnte. Wie eine Art “Einkaufszettel für die Region” hilft die Dokumentation des Ernährungssystems Rhein-Neckar dabei, Schritt für Schritt die Versorgung der Menschen mit guten Lebensmitteln zu verbessern.
  • Ein Visionsprozess für ein nachhaltiges Ernährungssystem Rhein-Neckar bindet die verschiedenen Perspektiven von Betroffenen ein: Lebensmittelproduzenten, -händler und -verbraucher. Die Ergebnisse gehen ein in politische Prozesse (unter anderem von Initiativen, Parteien und Kommunalgremien) und können auch anderweitig von Akteuren (unter anderem von Bürgerschaft, Unternehmen und Behörden) umgesetzt werden. Insofern handelt der Ernährungsrat als “Demokratie-Start-up” – in Ergänzung zu etablierten Instititionen, die das Thema aus ihrer jeweiligen Perspektive betrachtet haben.
    Ein Visionsprozess ist nicht ideologisch basiert, sondern fakten- und zukunftsorientiert. Deswegen kann die Vision eines nachhaltigen Ernährungssystems Rhein-Neckar im Idealfall auch als Maßstab für politisches Controlling (= Tun wir die wichtigen Dinge auf die richtige Weise, wie kommen wir auf dem Weg dem Ziel am wirksamsten voran?) dienen.
  • Mehr → Spektrum und → Wikipedia (in English only)

Beispiele:

 

Vorschlag zum Vorgehen für ein Nachhaltig-faires Ernährungssystem Rhein-Neckar 2025:

  1. Um zu einem Visionsprozess für ein nachhaltiges Ernährungssystem Rhein-Neckar zu kommen, hat der Ernährungsrat Rhein-Neckar seit Anfang 2019 schon ein wenig vorgearbeitet: Wir haben Akteure und Engagierte im Ernährungsrat zusammengetrommelt – aus Landwirtschaft und Handel, aus Behörden und Zivilgesellschaft.
    Auf dieser Basis entstehen derzeit Arbeitskreise, die Themen verfolgen, die dann im halbjährlich tagenden Ernährungsrat zusammengetragen werden: → Terminüberblick
  2. Im nächsten Schritt geht es darum, auf Basis der bislang gesammelt Erfahrungen eine Visionsprozess für ein nachhaltiges Ernährungssystem Rhein-Neckar anzustoßen. Dabei geht es zunächst darum, möglichst viele verschiedenen Sichtweisen einzubinden – ein “Falsch” oder “Richtig” gibt es in diesem Prozessschritt nicht.
  3. Hernach sind die “Strukturierer” gefragt: Wissenschaft kann die Bestandteile des Ernährungssystems systematisieren und dabei auch Erfahrungswerte aus anderen (Ernährungs-)Systemen einbeziehen. Idealerweise können dann schon Zahlen, Daten und Fakten erhoben werden, die das theoretische Ernährungssystem mit der Praxis abgleichen.
  4. Haben die “Strukturierer” ihren Beitrag gebracht, sind die “Entscheider” gefragt: Das sind beim Ernährungsrat alle Engagierte (“Wer was macht, hat die Macht”), die sich natürlich auch daran orientieren werden, was im Gesamtsystem umsetzbar sein dürfte. Einzel- / Partikularinteressen durchboxen zu wollen, ist ein politisches Spiel, das wir hinter uns lassen. Gleichwohl anerkennen wir, dass das politische Spiel der Kräfte in den Stadt- und Gemeinderäten, wie in den Landesparlamenten von den Parteien und Gremienmitgliedern gestaltet wird, damit diese den Öffentlichen Verwaltungen (Kommunal- und Landesbehörden) entsprechende Aufträge geben. Wir konzentrieren uns darauf, den Gremienmitgliedern unsere Vorschläge so nachvollziehbar zu vermitteln, dass sie diese unterstützen möchten (Ziel: zehn Vorschläge für Wege zu einem Nachhaltig-faires Ernährungssystem Rhein-Neckar 2025).
  5. Als Ernährungsrat wollen wir nicht ideologie- , sondern faktenbasiert verfolgen, wie wir das Ernährungssystem Rhein-Neckar in den kommenden Jahren Schritt für Schritt verbessern. Im Idealfall werden wir nicht von Krisen (ökologisch, sozial und ökonomisch) überrascht, die zu kurzfristigem Anpassungsdruck führen, sondern können proaktiv handeln. Wir freuen uns über alle konstruktiven Menschen, die dabei mitwirken.
  6. Für den Visionsprozess für ein nachhaltiges Ernährungssystem Rhein-Neckar sind folgende Schritte ab Herbst 2020 vorgesehen:
    a) mit Impulsveranstaltungen eine Fundierung zu legen, die die Breite des Thema darstellt und auf deren Basis die mitwirkenden Menschen ihre
    b) Ideen, Vorschläge und Sichtweisen einbringen können. Das Herausfordernde wird sein, die
    c) verschiedene Perspektiven zusammenzubringen – und auf diese Weise voneinander und miteinander zu lernen. So ist ein Visionsprozess mehr als belangloses “Wünsch-Dir-was”-Zettelschreiben, wie Menschen dies aus etlichen sogenannten “Beteiligungsprozessen” kennen. Ziel: Bürgerschaft macht im eigenen Interesse konstruktive Vorschläge, wie die Menschen mit guten Lebensmitteln versorgt werden können.
    Details auf der Veranstaltungsseite → Visionstag “Nachhaltig-faires Ernährungssystem Rhein-Neckar 2025”